Presseartikel & Außerung über den Künstmaler

Hier 4 Textauszüge unter anderen, die über den Künstler Maler Guy Respaud oder über seine Arbeit sprechen. Click auf den Auszügen, um zum vollständigen Text zu gelangen.

 
 

1. Arts Actualités Magazine

Guy Respaud ist am Feitag den  20. Mai 1932 geboren. Seine ganze Leidenschaft gilt der Malerei. Nach dem Besuch der Hochschule für Künste unterrichtet er dieses Fach, arbeitet an seinem Werk, will aber nicht unbedingt ausstellen. Er ist also nicht an modische Trends gebunden, sondern malt so, wie seine Fantasie es ihm vorgibt. Zudem beherrscht er das Handwerk perfekt. Seine Arbeit beweist großes Talent und man könnte sagen, der Künstler besitzt die Fähigkeit, ganz rigoros nur das wiederzugeben, was er will und nicht notwendigerweise das, was wir sehen.
Guy Respaud Maltechnik grenzt an den Bereich des Trompe-l’œil. Kleine zarte Pinseltupfer führen zu einer glatten Farboberfläche. Dem Maler geht es allerdings nicht um diese Technik, sondern darum, aus seinem überschäumenden Reservoir an Fantasie zu schöpfen, anders zu sehen, durch seine Persönlichkeit hindurch. Diese, seine Persönlichkeit drängt ihn unweigerlich zum Malen, seiner Leidenschaftlichkeit folgend, deren vorherrschende Elemente erkennbar werden.
Für Guy Respaud Bilder schaffen vier immer wiederkehrende Charakteristika Antrieb und Motivation: Eleganz, Persönlichkeit, Sensualität und Perfektion. Sie verleihen seinen Werken diese ganz bestimmte Note, an der man die Handschrift des Malers sofort erkennt.
Dann lässt Guy Respaud seinen Gefühlen freien Lauf. Mit bemerkenswerter Leichtigkeit fertigt er ein Pasticcio alter Meister, geht über zu philosophischen Themen, um darauf Gefühle, Erinnerungen, tiefe Gemütsbewegungen im Bild auszudrücken und schließlich, als wollte er sich entspannen und uns in seinen Bann ziehen, bringt er einen Frauenkörper hervor, natürlich einen wunderschönen Körper, voller Anmut aber dennoch in seiner ganzen zwingenden Kraft des Maliziösen.
Die Komposition eines Ölbildes kann, ganz wie ein Wortgebilde, einen Gedankengang  erschließen. Hier erfasst der Leser mit dem Blick alle Elemente, die Ideen symbolisieren. Und diese gut ausgewählt und gut ins Licht gesetzt, führen uns ins Nachdenkliche. Also ist diese Sprache, denn um Kommunikation handelt es sich schließlich, umso wirksamer, als sie uns den Anstoß zu eigenem Nachdenken und zum Beschreiten eigener Wege gibt.
Guy Respaud bedient sich ständig dieser Sprache, die sich an die Menschen aller Nationen richtet, denn sie ist die Sprache des visuellen Erkennens und je mehr man sein Werk betrachtet, desto mehr wird klar, dass dieser Künstler viel zu erzählen hat und ein unwiderstehliches Bedürfnis zu kommunizieren, uns Wahrheiten entgegenzuhalten, die uns viele Türen öffnen können.
Christian GERMAK

Christian GERMAK

2. Professor Auguste Wackenheim  in „Tribune medicale“, Oktober 1973

Guy Respaud ist am 20. Mai 1932 in der Kreisstadt Castres im Verwaltungsbezirk Tarn geboren. Allerdings fühlt er sich eher als ein gebürtiger Sohn der benachbarten Stadt Mazamet. Er ist Einzelkind und grossgeworden in der hügeligen Umgebung der „Montagne Noire“, dem Schwarzen Gebirge. Er musste dann mit nach Baden-Baden umsiedeln, wohin der Vater aufgrund seiner militärischen Laufbahn berufen wurde. Von Baden-Baden ist es nur ein Katzensprung nach Strassburg. Hier besucht Guy Respaud ab 1951 die Schule für angewandte Kunst, die er mit hervorragenden Diplomen und dem Grossen Preis der Stadt Strassburg absolviert. 
Mit seinem gewissermaßen objektiven Blick durchforscht Guy Respaud die Welt, greift das Wesentliche auf und äußert seine Kritik durch die Malerei: „Ich male die Schwächen der Menschen ohne Moralprediger zu sein“, und dann sehr flämisch, „was ich nicht mag, male ich trotzdem sehr liebevoll“. Guy Respaud ist seiner Malerei sklavisch ergeben, es ist seine Religion.
„Meine Malerei ist eine Waffe gegen das Auf und Ab des modernen Lebens“. Er scheint Maler der Rheinischen Renaissance zu sein wenn er sagt „das Lächerliche, das die Moden umgibt, finde ich recht vergnüglich, aber dieses Vergnügen kann schnell in Ärger umschlagen“. Oder, „ich nehme mich vor allem in acht, was sich Avantgarde nennt. In dem Moment, wo einer posaunt Avantgardist zu sein, ist er es schon nicht mehr. Die Zeit vollbringt ihr Werk, immer und immer wieder“. Guy Respaud ist passionierter Liebhaber der flämischen Malerei und sehr argwöhnisch gegenüber ideologischen Tendenzen aller Art. Sowie die Flamen und die Rheinländer Geschichten aus der Bibel und die Sünden der Menschen malten, so malt Guy Respaud Tiere, die auch zu seiner Religion gehören, und er malt die großen Sünden der heutigen Gesellschaft. Er spricht in seinen Farbkompositionen vom Vergehen in Biafra, von den Verstößen gegen die Umwelt und den Sünden zweifelhafter Politiker. 
Was ihn vor allem interessiert, ist der Mensch, seine Geheimnisse, seine Ideen, seine Freiheit und seine Zwänge. Er legt großen Wert darauf diese Dinge in seinen mathematisch präzisen Werken von durchscheinender Klarheit zu beschreiben. Das Thema des Menschen behandelt er immer wieder mit seiner ganz speziellen Technik, ohne Collagen oder sonstige Hilfsmittel zu verwenden. Hinzu kommt eine immense, beinahe kindliche Liebe zu Wahrheit, Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit. Sicher, er malt die Menschen, aber auch die Natur, der er zugehörig ist. Auch für Ökologie, Architektur, Literatur und Volkskunst kann er sich sehr begeistern.  
Repräsentativ für das Schaffen Guy Respaud ist das hier abgebildete Werk. Der Bildhauer der Kathedrale von Strassburg, Nikolaus van Leyden (15. Jahrhundert), wird mit einer Granate in der Hand dargestellt. Wird er diese Granate werfen, um die modernen Bauwerke zu zerstören, die ihn ersticken? Das kann er nicht tun, denn die Kathedrale würde dann auch zerstört werden und das ist das Drama.
Nikolaus van Leyden war kein Älsässer, Guy Respaud ist es auch nicht, aber er ist zum Rheinländer geworden. „Wie oft hatte ich beim Durchstreifen der Vogesen das Gefühl, auf den Abhängen der „Montagne Noire“ oder auf der „Route des Martyrs“ zu sein.
„Ganz wie der Südfranzose ist auch der Älsässer stolz auf sein Land. Trotzdem habe ich lange gebraucht, um eben dieses Land zu verstehen…aber für den Älsässer ist Freundschaft nicht nur eine Floskel.“ Guy Respaud weiß das besser als wir alle. Er liebt die Rheinische Malerei und sie erweist sich als sehr dankbar.

Professor Auguste Wackenheim

3. Text von Guy Sportellini - Maler Kunstler

Eines Tages beging ich den Fehler, Guy Respaud zu gestehen, dass ich gerne mal etwas über seine Bilder schreiben würde. Er hat mich beim Wort genommen. Sein Vertrauen und seine Wertschätzung meiner Person ehren mich sehr, doch jetzt stecke ich ganz schön in der Klemme.
Was soll ich über Guy sagen ? Seine Malerei ist so reich an Themen, seine Technik so perfekt und wie soll ich sagen…ungebräuchlich in einer Zeit, wo es zum guten Ton gehört, Unkenntnis in Sachen Handwerk unter Beweis zu stellen. Ich bin in eine Sackgasse geraten.
Sollte ich von seiner Überempfindlichkeit sprechen, die ihn zum Rebellen gegen die Unmenschlichkeit gemacht hat, in einer Welt, deren maßgebliche Eigenschaften Egoismus, Eigennutz und Grausamkeit sind? Oder sollte ich seine Liebe zur Technik anführen, die den genialen Mann zum Teil entschädigt, oder seine Freude an Vögeln, Blümchen und der unschuldigen Natur. Oder sollte ich im Gegenteil darauf bestehen, die materiellen Werkzeuge seines Schaffens anzuführen, die Geheimnisse des Malers zu verraten?
Guys Welt ist zu reich ausgestattet, zu bedeutend, zu intelligent, um auf einige Zeilen reduziert zu werden. Also werde ich nicht klar, objektiv und mit Methode vorgehen. Ich werde keine Kritik schreiben, sondern einfach als Freund sprechen, oder sagen wir lieber, als Bewunderer, der ich schon immer war, noch bevor ich Dir begegnete.
Ich danke Dir Guy für das, was Du bist. Es ist überflüssig zu sagen, mach so weiter, denn Du kannst gar nicht anders als weitermachen. Beim Betrachten Deiner Bilder, unter dem Eindruck der wohltuenden und unvermeidlichen Provokation, knirschen die Zähne weiterhin und die Augen groß und rund vor Staunen sind von Deiner Meisterschaft überwältigt.
Nochmals Dank Guy : „In einer Zeit, wo Falschheit regiert, gebührt Ruhm dem, der die ganze Wahrheit sagt.” Und Deine Malerei ist die Wahrheit. Ich wünschte, dass das für uns alle gilt.

Guy SPORTELLINI

4. Text von Olivier COMTE (Paris 1987)

… verfinstert vom Menschen die Flüsse,
mit Partikeln des Elends die Erde beschwert,
umleiten der Winde, fruchtlose Gründe,
in angestauten Gräbern schwelen Feuerschlünde.
Da stand das Kind aufrecht im Schlamm,
die Füße im Unheil mit salzigem Hals,
ein leidvolles Meer,
an dunkle Ohnmacht jungen Erwachens gebunden.
Und die Dame Revolte verbreitet im Kind ihr Gemüt,
wo farbverzauberter Garten erblüht.

Das Kind sprach:

« Wenn das Auge der Kadaver allen Lichts ist,
weben meine Hände daraus das Leichentuch »

Hinter solchen Worten braucht es die Borsten, daraus Pinsel sind
und wenn das Kind also Sohn ist, dann nicht der der Schwere.
Das Kind setzt sich nieder, die Zunge sucht sich am Regen zu laben,
seine Winde entweichen dem Schlamm, da aufsteigen Blasen,
davongetragen wie Äther so leicht.
Sollten Sie eines Tages eine dieser Blasen antreffen, legen Sie Ihr linkes Ohr daran
und schließen das rechte Augenlid, Sie werden es im Innern lachen hören
klar und stolz, das LACHEN von Respaud, da sitzt das bärtige Riesenkind
- und Sie – nun denn,
einmal endlich wird Ihr Gesicht im Zeichen gestirnter Hoffnung erstrahlen.

                   SALUT dem Maler, RESPAUD, SALUT…

Olivier COMTE